
Johann Casimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589–1652)
Standeswahrung und Fremdheitserfahrung im Schweden Gustavs II. Adolf und Christinas
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Im Dreißigjährigen Krieg fungierte Johann Casimir von Pfalz-Zweibrücken-Kleeburg (1589–1652) als Dreh- und Angelpunkt politischer Beziehungen zwischen dem Oberrhein und dem Ostseeraum. In der Pfalz war er ein apanagierter, nicht-regierender Fürst mit nur geringen finanziellen Möglichkeiten. Unter dem Eindruck der Kriegsverheerungen in der Pfalz zog er mit seiner Frau, einer Schwester König Gustavs II. Adolf (1611–1632), nach Schweden. Im Ostseereich seines Schwagers wirkte Johann Casimir als Patronagemakler von Kriegsunternehmern aus dem Süden des Heiligen Römischen Reiches sowie als Koordinator des Militärwesens und der Finanzverwaltung der expansiven schwedischen Kriegsmacht. Doch Johann Casimirs Position im sozialen Gefüge des Schwedischen Reiches blieb zu seinen Lebzeiten prekär und einseitig von der Gunst des schwedischen Königs abhängig. Erst der älteste Sohn des fürstlichen Migranten aus der Pfalz erlangte soziale Sicherheit: Dieser bestieg schließlich als Karl X. Gustav (1654–1660) den schwedischen Thron. Diese Studie ist gerade nicht als Erzählung eines Aufstiegs angelegt, sondern das Augenmerk wird vor allem auf Johann Casimirs Bemühen um soziale Distinktion und ökonomische Sicherheit gerichtet. Im Fokus stehen mithin Pfalzgraf Johann Casimirs Strategien zur Statuswahrung in der Aufnahmegesellschaft. Im Wettbewerb ums éObenbleiben‘ traf der Pfalzgraf hierbei auf den wachsenden Hochadel der aufstrebenden schwedischen Großmacht.
Bibliographische Angaben
- Auflage
- 1. Auflage
- Erscheinungsdatum
- 05.07.2017
- Umfang
- 704 Seiten
- ISBN
- 978-3-402-13234-0
- Format
- kartoniert
- Bereich
- Aschendorff: Wissenschaft und Forschung
- Maße
- 15,5 × 23 cm



