Unser neuer Shop ist online. Bestellungen nehmen wir derzeit über unser Kontaktformular entgegen – wir melden uns umgehend.

Cover: Kenologische Versuche

Kenologische Versuche

Der Johannesprolog zwischen Nagarjuna, Vasubandhu und Meister Eckhart

Von Fabien Muller

67,00 € inkl. MwSt., zzgl. 3,00 € Versand ab 20 € versandkostenfrei (DE)

Lieferzeit: 2–3 Werktage
Per Anfrage bestellen

Bestellungen nehmen wir derzeit über unser Kontaktformular entgegen – Titel und Ausgabe sind dort schon eingetragen.

Direkt vom Verlag – seit 1720 in Münster.

Umfang416 Seiten
Erschienen2022
Formatgebunden

In der vorliegenden Untersuchung wird der Versuch gemacht, den Johannesprolog anhand der Methode der interkulturellen Philosophie neu zu deuten. Die Spezifität der Methode besteht darin, dass auf philosophische Bausteine zurückgegriffen wird, die dem Prolog historisch fremd sind. Dieser Rückgriff hat zum Ziel, das „ungelöste Gesamtproblem“ (Schnelle) des Johannesprologs auf philosophische Weise neu anzugehen.

Im Zentrum der Deutung steht der Begriff „Logos“. Dieser Begriff wird mithilfe der buddhistischen Denker Nagarjuna und Vasubandhu, sowie des mittelalterlichen Philosophen Meister Eckhart erörtert. Mit Nagarjuna zeigt sich, dass das Seiende aufgrund seiner Inkonsistenz an seinen eigenen Seinsansprüchen zugrunde geht. Bei Vasubandhu hebt sich diese Inkonsistenz in der Form eines Geistes auf, der kein Inneres oder Äußeres mehr hat, sondern reines Denken ist. In Eckharts erster Quaestio Parisiensis zeigt sich, dass gerade diese Leere jeder Seinsbestimmung den Geist – Gott – dazu befähigt, als Grund des Seins zu fungieren. Der Ausdruck und die ursprüngliche Instanziierung dieser Begründungsfunktion ist der Logos, wie er am Anfang des Johannesevangeliums beschrieben wird.

Durch das Ineinandergreifen von buddhistischen und neuplatonisch-christlichen Themen wird eine neue Dimension in der interkulturellen Philosophie offenbar: die Dimension systematischer Zusammenhänge, die Philosophien über Kulturgrenzen hinaus, ohne Über- oder Unterordnungsverhältnis aufeinander bezieht.

Fabien Muller hat in Bonn, Tokio, Louvain-la-Neuve, Hongkong und Heidelberg Philosophie studiert. Zwischenzeitlich lebte er als Benediktinermönch in Luxemburg. Seine Forschung gilt der Philosophie und Theologie der Antike, dem Buddhismus, den Kirchenvätern sowie dem christlichen Orient.

Bibliographische Angaben

Auflage
1. Auflage
Erscheinungsdatum
25.07.2022
Umfang
416 Seiten
ISBN (gebunden)
978-3-402-24919-2
ISBN (E-Book)
978-3-402-24920-8
Bereich
Aschendorff: Wissenschaft und Forschung

Suchen Sie nach Titel, Autorin/Autor, Reihe oder ISBN.