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Gender (Studies) in der Theologie Ebook PDF

Begründungen und Perspektiven

Feministische Fragestellungen und Genderperspektiven haben sich in der theologischen Forschung zunehmend etabliert. Dennoch werden sie oftmals noch als ergänzender Spezialdiskurs in Abgrenzung zu ‚essentiellen‘ theologischen Themenfeldern verstanden. Theologische Genderforschung ist jedoch eine Querschnittsdisziplin, die Geschlecht in allen theologischen Disziplinen und in ökumenischer Kooperation zum Gegenstand macht. Dies zeigt der vorliegende Band: Er versammelt Beiträge theologischer Genderforschung aus dem deutschsprachigen, christlich-theologischen Wissenschaftsdiskurs, um sich über ihren status quo zu vergewissern, Desiderate zu identifizieren sowie aufkommende Themen und Ansatzpunkte für weitergehende Forschung zu eruieren.

Die Beiträge suchen aus ihren jeweiligen fachlichen Perspektiven Annäherungen an die Fragen nach Begründungen und Perspektiven theologischer Genderforschung. Zunächst wird die Bedeutung der Genderforschung für Fächer wie Exegese, Kirchengeschichte, Liturgiewissenschaften u.v.m. anhand konkreter Gegenstände exemplifiziert. Daraufhin werden Wirkweisen gesellschaftlicher Geschlechternormen in Bezug auf Anerkennungsverhältnisse analysiert und Geschlechtsidentitäten in pädagogischen Kontexten reflektiert. Der Band schließt mit der Frage nach Entwicklungspotentialen theologischer Genderforschung durch Einbezug von kritischen Perspektiven feministischer Theologie, theologischen Ortserkundungen und bisher noch wenig rezipierten Diskursen wie z.B. britischen queer-theologischen Ansätzen oder der Intersektionalität.


Inhaltsverzeichnis

Marianne Heimbach-Steins / Judith Könemann / Verena Suchhart-Kroll
Gender (Studies) in der Theologie. Begründungen und Perspektiven – Einleitung
S. 9–18

Teil I: Theologische Frauen-, Männer-, Genderforschung. Beispiele geschlechtersensibler theologischer Forschung

Katja Winkler
Der Beitrag von Gender Studies zur Lösung des Repräsentationsproblems in der theologischen Ethik
S. 19–28

Hans-Ulrich Weidemann
Männlichkeitengeschichte und neutestamentliche Exegese
S. 29–38

Miriam Vennemann
Plädoyer für eine konstruktiv-dynamische Zusammenarbeit zwischen Liturgie(-wissenschaft) und Genderforschung
S. 39–52

Benedikt Bauer
Die Kirchengeschichte ist ‚weiß’ und ‚männlich’!? Ein queeres Plädoyer für die Pluralisierung kirchengeschichtlichen Denkens
S. 53–66

Ute Gause
Jesus liebte Martha und Maria und Lazarus – Weibliche Identitäten? Männliche Institutionen? – Diakoniegeschichtsschreibung und Gender
S. 67–76

Charlotte Langenhorst
Beruf(ung) Diakonisse – Gelebte weibliche Professionalität der Neuendettelsauer Diakonissen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts
S. 77–86

Andrea Hofmann
Allgemeines Priestertum aller Gläubigen? Die Rolle der Frau in der evangelischen Kirche während des Ersten Weltkriegs
S. 87–96

Kristina Göthling-Zimpel
Geschlechtlicher Sündenbock. Von der Relevanz der Kategorie Gender in der Theorie der mimetischen Gewalt (René Girard)
S. 97–110

Teil II: Geschlechternormen und Geschlechtsidentitäten. (Politisch-)ethische und pädagogische Reflexionen

Irene Klissenbauer
Universale Normen angesichts gesellschaftlicher Pluralität. Die Bedeutung der Genderforschung für Menschenrechte und Theologie
S. 111–120

Sonja Angelika Strube
Feministische Theologie als psychologisch geerdete Totalitarismuskritik. Elisabeth Schüssler Fiorenza, Christina Thürmer-Rohr und Wilhelm Heitmeyer ins Gespräch gebracht
S. 121–130

Katharina Mairinger
Zur Anerkennung intergeschlechtlicher Personen. Ein Ernstfall theologischer Ethik
S. 131–142

Mathias Wirth
Die Multirealisierbarkeit des Geschlechtlichen. Zur Kritik verweigerter Entfaltung in theologischen Gender Studies und ihre Bedeutung für Trans- und nicht-binäre Personen
S. 143–154

Nele Spiering-Schomborg / Annegret Reese-Schnitker
Mind the Gap – Gender und Theologiedidaktik. Einblicke in die Hochschullehre
S. 155–166

Jens Beiner
Männlichkeit und Mandalas. Forschung zu einem gendersensiblen Religionsunterricht für männliche Jugendliche in der Sekundarstufe I
S. 167–178

Gianna Ridder
„Nichts gegen Frauen, ich mein nur ...”. Eine videografiegestützte empirische Untersuchung zu den Meinungen und Haltungen von Schüler*innen zu Themen der Feministischen Theologie
S. 179–190

Teil III: Entwicklungspotentiale theologischer Genderforschung. Fragen nach Verortungen und Perspektiverweiterungen

Julia Lis
Auf der Suche nach einer weiblichen Subjektposition. Herausforderungen für eine politische feministische Theologie heute
S. 191–202

Gerrit Spallek
Theologie vor Ort. St. Pauli als Ausgangspunkt geschlechterbewusster Theologie
S. 203–212

Andreas Krebs
Queere Theologien zwischen radikaler Orthodoxie und radikaler Kritik
S. 213–224

Gunda Werner
Intersektionalität und Theologie
S. 225–234

Die Herausgeberinnen / Die Autor*innen
S. 235

Heimbach-Steins, Marianne / Könemann, Judith (Hrsg.)
Münsterische Beiträge zur Theologie, Neue Folge
Bandnummer 4
DOI-Nummer 10.17438/978-3-402-12317-1
Umfang 237 Seiten
Erscheinungstermin 10.11.2021
Preis 25,00 €

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