Carl Sonnenschein

Doert, Friedel
Carl Sonnenschein
Seelsorger, theologischer Publizist und sozialpolitischer Aktivist in einer kirchlichen und gesellschaftlichen Umbruchsituation
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
788 Seiten, mit Abbildungen
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
30.07.2012
Bestell-Nr
12948
ISBN
978-3-402-12948-7
Preis
69,00

Weitere Informationen

Den Großstadtseelsorger Carl Sonnenschein (1876–1929) machte der Autor zum Gegenstand seiner Forschungsarbeit, deren Ergebnis nun mit dieser detaillierten Biographie vorliegt. Es werden Sonnenscheins familiäre Herkunft, seine Studienzeit in Bonn und Rom mit der dortigen sozialpolitischen Grundlegung, die Kaplansjahre in Aachen, Köln-Nippes und Elberfeld, sein sozialstudentisches Engagement beim Volksverein in Mönchengladbach, das leidenschaftliche Eintreten für Christliche Gewerkschaften, sein politisches und publizistisches Wirken insbesondere in den umbruchreichen Berliner Nachkriegsjahren aufgearbeitet.
Erstmals werden Hintergründe bekannt, welche die Position Sonnenscheins in den patriotisch durchsetzen Kriegsjahren beleuchten. Mit den sich vornehmlich in Berlin entwickelnden Tätigkeiten des Sozialpriesters wird eine Großstadtpastoral gezeichnet, die ihre ganze Kraft daran setzt, der Not, der Aggressivität und Menschenverachtung durch gelebte Caritas zu begegnen.
Zwei über das Internetportal des Verlages abrufbare Materialbände sind der Biographie zugeordnet, die zunächst einen Blick auf Sonnenscheins lebensbezogene Daten erlauben.
Besonders ist auf die Fortschreibung der Bibliographie zu Carl Sonnenschein um mehr als 200 Fundstellen zu verweisen, die nun erstmals auch die vorliegenden audio-visuellen Medien erfasst.
Im dritten Teilband finden sich Texte, Aufrufe, Briefe sowie weitere, nur verstreut aufzufindende Unterlagen aus dem Wirken Sonnenscheins. Ein Teil des Lebenswerkes von Sonnenschein in seinen fast unüberschaubaren Details wird über eine tabellarische und statistische Erfassung transparent, mit deren Fülle sich die Möglichkeit öffnet, seine Werke im Kontext der kirchlichen und gesellschaftlichen Umbruchsituation des frühen 20. Jahrhunderts rekonstruierend aufzuarbeiten.Über 80 Abbildungen weist die Sonnenschein-Biographie auf, die von Düsseldorf bis Berlin, vom indexverdächtigen Modernisten bis zum heilig zu sprechenden Apostel der Großstadt reicht. Sie ist gleichzeitig ein beachtliches Stück allgemeiner Kirchen- und Sozialgeschichte, mit welcher die Sonnenschein-Forschung auf eine erweiterte Grundlage gestellt wird.
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