Das Statutenbuch des Stiftes Xanten

Hülscher, Katharina
Das Statutenbuch des Stiftes Xanten
Das Statutenbuch des Stiftes Xanten
 
Bandnummer
1
Auflage
1. Auflage
Umfang
710 Seiten
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
16.04.2018
Bestell-Nr
13254
ISBN
978-3-402-13254-8
Preis
86,00

Weitere Informationen

Das Archiv des ehemaligen Xantener Viktorstifts gehört zu den besonders gut erhaltenen mittelalterlichen Kirchenarchiven. Zum Bestand gehört auch ein vom Xantener Dekan Arnold Heymerick verfasstes Statutenbuch aus dem Jahr 1490.
Unter dem Titel „Repertorium Decani“ vereint es in sich eine Fülle von Gesetzen, Regeln und Gewohnheiten, die über Jahrhunderte erlassen wurden und den Stiftsalltag bin ins kleinste Detail regelten. In keinem anderen Stift wurden die Vorschriften mit solcher Akribie zusammengetragen wie im Viktorstift durch Dekan Heymerick. Die Zusammenstellung lässt in ihrer Ausführlichkeit Rückschlüsse auf das alltägliche Miteinander der Kanoniker im Stift zu und zeigt die kirchliche Institution als einen Ort des intensiven Austausches mit ihrer Umgebung. Erstmals wurde das Statutenbuch nun ediert und kommentiert.
Die Klärung der Frage, warum es sich ausgerechnet der Dekan des Xantener Viktorstifts zur Aufgabe machte, solch ein umfassendes Werk zu erstellen, ist Gegenstand dieser Arbeit.
Anhand einer genauen Auswertung der in der Statutensammlung enthaltenen Vorschriften im Vergleich mit den Gesetzessammlungen anderer Stifte und dem Abgleich mit den ältesten Kanonikerregeln werden Besonderheiten des Xantener Stiftslebens ebenso aufgedeckt wie generelle Schwachstellen im „System Kollegiatstift“. Dem Leser bietet sich ein buntes Portrait des Stiftsalltags im ausgehenden Mittelalter.

Über den Autor

Katharina Hülscher (Jahrgang 1980) ist Historikerin und Projektleiterin im Kultursektor. In Dortmund geboren, bei Bremen aufgewachsen und im Anschluss an ein Auslandsjahr in Italien ins Ruhrgebiet zurückgekehrt, studierte sie Geschichte an der Ruhr-Universität Bochum. Nach dem Masterabschluss im Jahr 2006 begann sie mit den Arbeiten an ihrer Dissertation, die sie 2015 abschloss. Neben langjähriger freier Mitarbeit in verschiedenen Museen war sie zwischenzeitlich als wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Institut der Ruhr-Universität Bochum beschäftigt, wo sie außerdem einen Lehrauftrag innehatte. Seit 2010 ist sie geschäftsführende Teilhaberin der Geschichtsmanufaktur.
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