Das Antiphonar von Grandmont

Zerfass, Alexander
Das Antiphonar von Grandmont
Ein Beispiel eremitischer Reformliturgien im 11./12. Jahrhundert
 
Bandnummer
23
Auflage
1. Auflage
Umfang
337 Seiten
Einband
kartoniert
Erscheinungstermin
01.01.2011
Bestell-Nr
13626
ISBN
978-3-402-13626-3
Preis
46,90

Weitere Informationen

Zu den bedeutenden spirituellen Reformströmungen des hohen Mittelalters zählt die eremitische Bewegung, die in Süd- und Westfrankreich ihren Höhepunkt im späten 11. Jahrhundert erteichte. Ausgebend von charismatischen Gründundungsgestalten bildeten sich aus Einsiedeleien Mönchskommunitäten oder gar ganze Ordensgemeinschaften neuen Zuschnitts. Ihr strenger Lebensentwurf verband Elemente traditioneller monastischer Kultur mir der sich am Evangelium sowie am altkirchlicben Einsiedlertum orientierenden Inspiration des Eremitismus. Das spezifische Profil eremitischer Ordensgründungen konnte nicht ohne Folgen für die Gestalt der hier gefeierten Liturgie bleiben. Dies gilt auch für das Antiphonar des Ordens von Grandmont, der auf die Eremitage des Stephan von Muret (ab 1076) zurückgeht und in den ersten Jahrhunderten nach seiner Gründung eine beachtliche Ausdehnung in Frankreich erreichte. Es ist nach ähnlichen, teilweise bereits in karolingischer Zeit (Agobard von Lyon, Amalar von Metz) formulierten Reformprinzipien gestaltet wie das Antiphonar der Kartause. Durch die vorliegende, mit einer ordensgeschichtlichen und liturgiewissenschaftlichen Einleitung versehene Edition der Texte des grammontensischen Reformantiphonars wird erstmals ein Teil der Ordensliturgie von Grandmont der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht.
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