JCS 59/2018: Inst.f.Christl.Sozialwissenschaften

Institut für christl. Sozialwissenschaften
JCS 59/2018: Inst.f.Christl.Sozialwissenschaften
Frieden und Gerechtigkeit
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
407 Seiten
Einband
kartoniert
Erscheinungstermin
30.11.2018
Bestell-Nr
10991
ISBN
978-3-402-10991-5
Preis
39,90

Weitere Informationen

Der 59. Band des Jahrbuchs für Christliche Sozialwissenschaften stellt die Frage nach dem Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit – Peace and Justice ins Zentrum einer interdisziplinären und internationalen Erörterung. Seit einiger Zeit zeigen zahlreiche Konflikte, dass die alte Prämisse „Frieden ist die Rückkehr zur Ordnung“ so nicht mehr funktioniert. Der Band wirft die Frage auf, was Frieden dann bedeutet und wie er sich zur Gerechtigkeit verhält. Dieser geht er in einem vergleichenden Blick auf die deutschsprachige und die anglo-amerikanische Debatte zu Friedensethik und Gerechtigkeit nach.

Gefragt wird: Wie ist der Zusammenhang von Frieden und Gerechtigkeit zu denken? Ist das eine die Voraussetzung des ande¬ren? Wird – und wenn ja wie – das Thema Gerechtigkeit in politischen Friedensbemühungen berücksichtigt, sei es als soziale Gerechtigkeit und/oder als retributive Gerechtigkeit? Welche Rückschlüsse lassen sich aus aktuellen Konflikten (in Europa, im Nahen Osten, in Afrika oder anderen Teilen der Welt) für zukünftige Konfliktprävention und -nachsorge ziehen? Wie sollen geeignete strukturelle Rahmenbedingungen und eine ethisch verantwortliche Politik, die diesen Herausforderungen gerecht werden, aussehen? Im Fokus steht dabei die Konfliktvor- uns nachsorge.

Die Diskussion aktueller Konflikte in Syrien und dem Nahen Osten bilden den Auftakt zu einer breit aufgestellten sozialethischen, journalistischen und politikwissenschaftlichen Reflexion des Themas breit aufgestellt. Grundlegend wird untersucht, wo der systematische Ort der Friedensfrage in der Ethik ist bzw. sein müsste und was die (sozial-) ethische Analyse zur Entwicklung einer Friedensordnung beitragen kann. Zudem wird nach Potenzialen zivilgesellschaftlicher Akteure – wie etwa Journalist_innen – zur Friedensförderung gefragt.
Der Beitrag in der Rubrik „Christlich-sozialethisches Denken und Arbeiten in Europa“, in der wir dazu beitragen wollen, theologische Sozialethik als europäisch-gemeinsames Projekt bewusst zu machen, berichtet über die Situation der Christlichen Sozialethik in Spanien.
Zudem wird – wie üblich – über sozialethische Tagungen des akademischen Jahres 2017/18 berichtet und über laufende bzw. in jüngster Zeit abgeschlossene wissenschaftliche Arbeiten zur katholischen Sozialethik informiert.
Die Artikel des Bandes erscheinen hier im Open Access im Herbst 2019. Der Bericht zur Situation der Christlichen Sozialethik in Spanien, alle Tagungsberichte und die Liste der Qualifikationsarbeiten sind ab sofort im Open Access frei verfügbar.

Über den Autor

Marianne Heimbach-Steins, Dr. theol., ist Professorin und Direktorin des Instituts für Christliche Sozialwissenschaften
an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster.
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