Der Schatz von Münster | The Treasure of Münster

Grote, Udo (Hrsg.)
Der Schatz von Münster | The Treasure of Münster
Wertvolle Reliquiare und Kunstwerke aus dem St. Paulus-Dom
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
ca. 192 Seiten, umfangreich bebildert
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
01.03.2019
Bestell-Nr
13399
ISBN
978-3-402-13399-6
Preis
29,90

Weitere Informationen

Auslieferung: März 2019

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Juwelen des Glaubens
Mit ihren herausragenden Schätzen der kostbaren Goldschmiede- und Textilkunst ist der Domschatz in Münster einer der bedeutendsten in Europa. Wie eine goldene Schauwand präsentierte der Hochaltar des Domes die wertvollsten Skulpturen und Reliquiare, die noch heute den Betrachter in Staunen versetzen. Über fast 1000 Jahre spannt sich der Bogen der Kostbarkeiten bis ins 20. Jahrhundert. Schwerpunkt jedoch ist der Reliquienschatz des Mittelalters, dessen Skulpturen und Gefäße auf der ganzen Welt nicht ein zweites Mal zu finden sind. Besonders kostbare Ausstellungsstücke sind die „redenden" Reliquiare, die ausdrücken, was in ihnen ist, darunter das Pauluskopfreliquiar von 1040 mit Teilen des Schädels des Apostels Paulus, das früheste ganz in Gold ausgeführte Kopfreliquiar des gesamten Abendlandes. Mit Edelsteinen und Perlen reich verziert ist eines der frühesten Altarkreuze Europas aus der Zeit um 1090, auf dessen Rückseite sich der Mond mit einem Tuch trauernd über den Tod Christi die Augen reibt. Das um 1380 geschaffene Weibermachtreliquiar aus Elfenbein zeigt die Tugenden und Laster der Menschen, darunter Phyllis, die den alten Philosophen Aristoteles, den Lehrer des jungen Alexander des Großen, als Reittier benutzt. Der um 1230 entstandene Pokal mit einer im Mittelalter in Europa höchst seltenen Kokosnuss und dem Lamm Gottes als Bergkristallbekrönung ist eines der ältesten Reliquiare dieser Art. Ein mit Brillianten reich verziertes Kreuz überreichte Kaiser Leopold als Geschenk dem münsterischen Fürstbischof Christoph Bernhard von Galen 1664 für seine Mithilfe im Kampf gegen die Türken in Ungarn.
Höchst bedeutende überaus wertvolle Textilien sind ein besonderer Höhepunkt der Sammlung. Der Textilschatz des münsterischen Domes, der 1000 Jahre der Web- und Stickkunst umfasst, ist in seiner Zusammenstellung einzigartig. Ein um 1130 in der Werkstatt für den Krönungsmantel Robert II. aus Sizilien gefertigter erlesener Seidenstoff zeigt als Fabelwesen Chimären und Mandragorawurzeln. Eine um 1330 gefertigte Kasel (Messgewand) zeigt aus echten Goldfäden gefertigte Springböcke und Pelikane. Maria Theresia stiftete um 1780 eigens die kostbare goldene Kasel, die reich mit Gimpenschnüren verziert ist. Alle Beispiele zeigen die Einzigartigkeit vieler Schatzkammerstücke, vor allem aber ist es die ganze Welt des religiösen Lebens über 1000 Jahre, die hier in all ihrer Kostbarkeit bewahrt ist.

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