Regionale Entscheidungsfindung zum Krieg

Stiebing, Marcus
Regionale Entscheidungsfindung zum Krieg
Die Weimarer Herzöge zwischen fürstlicher Beratung und gelehrtem Diskurs (1603-1623)
Herausgegeben von Stiebing, Marcus; Würflinger, Christoph; Spitzbart, Anna; Brunner, Lisa
 
Bandnummer
4
Auflage
1. Auflage
Umfang
XIV und 418 Seiten
Einband
kartoniert
Erscheinungstermin
15.02.2023
Bestell-Nr
14774
ISBN
978-3-402-14774-0
Preis
63,00
Die Studie untersucht am Beispiel der Weimarer Herzöge die Akteure, Umfelder, Räume, Diskurse und Denkrahmen, die der politischen Entscheidungsfindung zwischen 1603 und 1623 zugrunde lagen. Die Untersuchung zeichnet nach, wie die regierenden Herzöge in Weimar die Entscheidung zum Eintritt in den Böhmischen Krieg im November 1620 sowie die Fortsetzung ihres militärischen Engagements innerhalb des Alten Reiches nach der Niederlage in der Schlacht am Weißen Berg herleiteten und trafen. Das Streben nach militärischem Ruhm und die Auffassung, erster und rechtmäßiger Anwärter auf die sächsische Kur sowie Bewahrer der deutschen Freiheit und des Luthertums zu sein, waren die maßgeblichen Motive der Herzöge. Vor diesem Hintergrund wird ersichtlich, dass der Frieden im Reich zwar der angestrebte Idealzustand war, entsprechende
politische Handlungen aber nicht zwangsläufig als beste Alternativen erschienen. In Weimar, wie auch in Wien, Prag, Heidelberg, München und Dresden, kalkulierten die Regierenden bewusst mit einer Schlacht und einem Sieg, um spezifische Interessen durchzusetzen.
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