Die Verurteilung des Krieges in der antiken Literatur

Eich, Armin
Die Verurteilung des Krieges in der antiken Literatur
Armin Eich
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
275 Seiten
Einband
Paperback
Erscheinungstermin
08.06.2021
Bestell-Nr
24769
ISBN
978-3-402-24769-3
Preis
36,00

Weitere Informationen

Die antiken Zivilisationen waren kriegerisch geprägt. Kriege galten der großen Mehrheit als Ereignisse wie Naturkatastrophen: als Teil der kosmischen Ordnung, aber auch als Moment der Bewährung und Pflichterfüllung. Die Erziehung bereitete die jungen Männer von Kindheit an auf tapfere Selbstbehauptung oder das freudige Sterben auf dem Schlachtfeld vor. Bis tief in das zwanzigste Jahrhundert hinein erfreute sich die antike Literatur daher auch in bellizistischen Milieus wegen ihres erzieherischen Wertes einer großen Beliebtheit. Auf den ersten Blick scheinen die griechisch-römischen Autoren dieser an sie gestellten Erwartung vollkommen gerecht zu werden: die antike Geschichtsschreibung widmet sich dem Krieg als vornehmstem und häufig einzigem Thema, ‚große Männer‘ wie die Helden Plutarchs galten nahezu ausschließlich durch ihre Waffentaten als groß, unkriegerische Charakteren werden der Lächerlichkeit preisgegeben. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass auch unter diesen für die Sache des Friedens widrigen Bedingungen einzelne Autoren von der Archaik bis zur Spätantike den Mut gefunden haben, das blutige Treiben zu verurteilen und sich gegen den antihumanen Konsens zu stellen. Diesen mutigen, mitunter bitter diffamierten Einzelnen gilt dieses kleine Buch, das für eine eigene Spielart des Humanismus werben möchte, nämlich einen solchen, der diesen Namen verdient.

Über den Autor

Armin Eich studierte Latein, Geschichte und Erziehungswissenschaften in Köln und Passau. Er publizierte zur antiken Literatur- und Wirtschaftsgeschichte sowie zur Epigraphik und Quellenkritik. In den Söhnen des Mars (München 2015) zeichnete er die Geschichte des Krieges von seiner historischen Entstehung bis zur Spätantike nach. Er lehrt Alte Geschichte an der Bergischen Universität Wuppertal.
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