Farbensemantik und Farbensymbolik im Mittelalter. Ein Handbuch

Meier, Christel; Suntrup, Rudolf; Prof. Dr. Meier-Staubach, Christel; Dr. Suntrup, Rudolf
Farbensemantik und Farbensymbolik im Mittelalter. Ein Handbuch
Band I: Methodische Grundlagen und historische Entwicklung
Band II: Lexikon der Farbenbedeutungen
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
1256 Seiten
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
10.12.2025
Bestell-Nr
25158
ISBN
978-3-402-25158-4
Preis
187,00
Subskriptionspreis bis zum Erscheinen des Werkes 149,- Euro, späterer Ladenpreis 187,- Euro



Das lange zu Unrecht als dunkel gescholtene Mittelalter war bunt – allein in der lateinischen Bibel, der Vulgata, finden sich mehr als 150 verschiedene Farbwörter, die von den Exegeten seit der Väterzeit in zahlreichen Schriftkommentaren im Wortsinn erklärt und auf ihre symbolische, spirituell-heilsgeschichtliche und moralische Bedeutung hin ausgelegt worden sind. Dieser bislang ignorierte Wissensschatz wird hier nicht nur lexikalisch erfasst und dokumentiert, sondern zudem in seiner Entwicklung dargestellt und mit Blick auf seine allgemeinhistorische Wirkung bis in die Neuzeit hinein ausgewertet. Denn die von der Bibelexegese erarbeitete und mit der antiken aristotelisch-neuplatonischen Wissenstradition zu einer enzyklopädischen Farbenlehre verbundene Überlieferung ist nicht auf die Theologie beschränkt geblieben, sondern für alle Bereiche des kirchlichen und gesellschaftlichen Lebens, für Liturgik und Heraldik ebenso wie für Liebesdichtung und Malerei bedeutsam geworden. Daher gibt es hier Antworten selbst auf die trivialen Fragen, warum die Liebe rot, die Hoffnung grün und der Neid gelb ist.



Prof. Dr. Christel Meier-Staubach, Direktorin des Seminars für Lateinische Philologie des Mittelalters und der Neuzeit in Münster bis 2010, Seniorprof. im Exzellenzcluster ,Religion und Politik‘ bis 2018, ord. Mitglied der ,Nordrhein-Westfälischen Akademie der Wissenschaften und Künste‘ seit 1998; Forschungsgebiete: Allegorie, Enzyklopädik, Literaturtheorie, Drama, Mythos, Hildegard von Bingen, Text-und-Bild-Konzepte. Herausgeberschaft mehrerer Schriftenreihen und der ,Frühmittelalterlichen Studien‘.

Dr. Rudolf Suntrup war von 1974 bis 2013 als Mediävist in verschiedenen Forschungsprojekten und als wissenschaftlicher Mitarbeiter am Germanistischen Institut der Universität Münster tätig. Arbeitsschwerpunkte sind die mittelalterliche Bedeutungsforschung mit Studien zur Liturgieallegorese, Lexika und Begleitstudien zur mittelalterlichen Zahlen- und Farbenbedeutung. Zahlreiche Publikationen zur Typologie und Allegorese; umfangreiche Herausgebertätigkeit.

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