Die Beiträge der Festschrift für Wilhelm Blümer zu seiner Emeritierung befassen sich mit Epochen des Überganges und Phänomenen von Kontinuität und Wandel, den zentralen Forschungsinteressen des Gefeierten. Im Zentrum stehen die lateinische Literatur im Verhältnis zur griechischen, die Transformation antiker paganer Gattungen und Motive in der spätantiken Literatur sowie ihr Fortleben in mittelalterlicher, frühneuzeitlicher und moderner Literatur.
Die versammelten Beiträge von Lehrern, Schülern und Weggefährten, die Autoren von Thukydides und Arat über Cicero, Prudentius, Gregor von Tours bis hin zu Joachim Camerarius, Wilhelm Busch und Marguerite Yourcenar (um nur einige zu nennen) untersuchen, liefern nicht nur wichtige und weitreichende Erkenntnisse zu den jeweils behandelten Einzelkomplexen, sondern zeigen darüber hinaus auch bislang wenig beachtete Verbindungslinien zwischen ganz unterschiedlichen Epochen und Literaturgattungen auf. Die teils literatur-, teils kulturwissenschaftlichen Untersuchungen entwerfen ein beeindruckendes Panorama von Kontinuität und Wandel unterschiedlichster Themen und Motive durch die europäische Geistes- und Ideengeschichte hindurch.