Es gibt Originale, die zu Legenden werden, und denen man für sein Leben gerne begegnet wäre. Alfred von Renesse, der sogenannte „Ziegenbaron“ aus Münster, war so einer. Er war Visionär, Landwirtschaftslehrer - und leidenschaftlicher Verfechter der Ziege, die er einst „die Kuh des kleinen Mannes“ nannte. Um seine Person ranken sich bis heute viele Geschichten zwischen Stallgeruch und Aristokratie, zwischen Fakt und Legende.
Dieser Roman nähert sich seinem Leben und erzählt von einem Mann, der in einer Zeit des Umbruchs an das Gute im Einfachen glaubte und in der Natur eine heilende Kraft sah. Er glaubte an eine einfache Idee und kämpfte für sie mit Herz, Tatkraft und Humor. So tat er den Menschen jede Menge Gutes und erfand gleich nebenbei auch noch den Karneval in Münsters Süden.
Die Handlung geht auf eine Begegnung zurück, von der die Mutter des Autors ihm einst erzählte, und die er aufschrieb: Als junges Mädchen hat sie dem damals 102jährigen Ziegenbaron gegenübersitzen dürfen und ihm gespannt zugehört, wie er aus seinem langen Leben berichtete. Diese Begegnung hat tatsächlich so stattgefunden. Ihre Erinnerungen lassen eine Zeit aufleben, die noch gar nicht so lange her ist, aber doch längst vergangen scheint. Bis man wieder die unglaublichen Geschichten vom Ziegenbaron hört, die man am besten bei einem guten Glas Ziegenmilch genießt.
Über den Autor
Siegmund Natschke ist freier Joutnalist und Autor in Münster/Westf. In über 10.000 Artikeln hat er über die Menschen in Münster geschrieben. Er mag die Stadt, seine Geschichten und Legenden. Besonders ein Original hat es ihm angetan: der "Ziegenbaron" Alfred von Renesse.