Münsters Herz ist der Prinzipalmarkt. Mit seinen prächtigen Giebeln ist er fraglos eine der ausdrucksvollsten Platzanlagen Deutschlands. Der Ursprung geht auf das 12. Jahrhundert zurück. Steinhäuser mit den charakteristischen Laubengängen gab es aber erst später. Der Name „Prinzipalmarkt“, also Hauptmarkt, ist seit 1579 belegt. Seit früher Zeit war er aber nicht nur Mittelpunkt des städtischen Handels, sondern auch die Bühne der Stadt, ein Ort der Versammlungen und der Feste. Kaum vorstellbar, dass Münsters „Gute Stube“ 1945 fast vollständig zerstört war. Seit seiner Wiedererrichtung trägt der rund 160 Meter lange Markt zwischen Stadthausturm, Rathaus und St. Lamberti ein anderes Gesicht. Dass Münster zu Deutschlands schönsten Städten zählt, und dass der Prinzipalmarkt weithin berühmt ist, bekommt Westfalens Mittelpunkt immer wieder bestätigt. Dieser Band spannt den Bogen von der Frühzeit bis zur Gegenwart.