Seit 2018 untersucht das Stadtmuseum Münster die Rolle von Malerinnen im Kunstbetrieb der Stadt zwischen der Mitte des 18. und den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts. Die Ergebnisse dieser Forschung werden in einer bis 2028 reichenden Ausstellungsreihe sowie in dieser Publikation präsentiert. Die Beschäftigung mit den Werken und Biografien von Malerinnen, die vor 1900 geboren wurden, gleicht oft einer mühsamen Spurensuche. Von den inzwischen 21 bekannten münsterischen Malerinnen, deren Biografien in diesem Buch vorgestellt werden, wurden einige im 18. und vor allem im 19. Jahrhundert neben ihren männlichen Kollegen in der Stadtgesellschaft anerkennend wahrgenommen. Ausgebildet in Malschulen für Frauen unter anderem in Münster, Düsseldorf, Berlin, Dresden, München und Rom, gerieten sie nach ihrem Tod jedoch schnell wieder in Vergessenheit. Dank moderner Recherchemöglichkeiten konnten viele dieser Malerinnen wiederentdeckt und ihre oft Qualität vollen Werke ans Licht geholt werden.
Es sind:
Maria Alberti (1767–1812)
Elisabeth Breimann (1836–1887)
Anni Coppenrath (1881–1971)
Alma Eimermacher, geborene Gürtler (1886–1967)
Johanna Helfferich (1881–1954)
Luise Jack, geborene von der Forst (1874–1946)
Christel Kloster, geborene Runne (1894–1981)
Margaretha König (1736–1792)
Elise Michelis (1805–1861)
Elisabeth Müser (1857–1921)
Laura Schaberg (1860–1935)
Sophia Schellen, geborene Hundt (1838–1915)
Julie Schörnich (1866–1929)
Elisabeth Sporing (1767–1823)
Elisabeth Starke (1896–1985)
„Fräulein Steinbeck“
Martha von Viebahn (1865–1955)
Marianne und Agnes Wagener (1839–1928) / (1837–1919)
Sophie Wenning (1803–1864)
Agnes Wöhler, geborene Sprickmann-Kerkering (1840–1919)