Die Semantik der Macht

Blatz, Heinz; Blatz, Heinz
Die Semantik der Macht
Eine zeit- und religionsgeschichtliche Studie zu den markinischen Wundererzählungen
 
Bandnummer
59
Auflage
1. Auflage
Umfang
VIII und 392 Seiten
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
24.02.2016
Bestell-Nr
11442
ISBN
978-3-402-11442-1
Preis
56,00
Die spezifische Titulierung der markinischen Wundererzählungen als Machttaten und die auffällige Häufung von Machttermini sind der Ausgangspunkt der Arbeit. Diese „Semantik der Macht“ wird auf ihren alttestamentlich-jüdischen wie griechisch-römischen Hintergrund befragt. Eng mit Kaiser Vespasian zeigt sich die Abfassung des Markusevangeliums verknüpft, das dessen Aufstieg nicht nur in Design und Sprache, sondern auch in den Wundererzählungen reflektiert. Diese werden gegen die Kaiserideologie subversiv in Stellung gebracht. Aus dieser Perspektive gewinnen die Texte neue Konturen und an Brisanz.
Methodisch arbeitet die Studie v. a. semantisch, zeit- und religionsgeschichtlich.
Die spezifische Titulierung der markinischen Wundererzählungen als Machttaten und die auffällige Häufung von Machtbegriffen innerhalb dieses Textkorpus stellen den Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit dar. Anhand der leitenden Termini wird die „Semantik der Macht“ auf ihren alttestamentlich-jüdischen wie auch griechisch-römischen Hintergrund hin befragt, um das besondere markinische Profil innerhalb der urchristlichen Literatur herauszuarbeiten. Besonderen Stellenwert erhält in diesem Kontext die Herrschaftsdarstellung Vespasians, insofern der Autor die Abfassung des Markusevangeliums eng mit dem Aufstieg Vespasians zum Kaiser verknüpft. Das Markusevangelium, so die These, reflektiert dessen Aufstieg nicht nur in seinem Design und in seiner Sprache, sondern auch in den Wundererzählungen. Diese werden vom Evangelisten gegen die herrschende bzw. propagierte Kaiserideologie subversiv in Stellung gebracht. Aus dieser Perspektive heraus gewinnen die Texte neue Konturen und ebenso an Brisanz.
Methodisch arbeitet die Studie vor allem semantisch, zeit- und religionsgeschichtlich. Soweit es die konkrete Textauslegung betrifft, kommen aber auch literarkritische und redaktionsgeschichtliche Verfahren zur Anwendung.
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