Reichsständische Libertät zwischen kaiserlichem Machtstreben und französischer Hegemonie

Brüser, Joachim
Reichsständische Libertät zwischen kaiserlichem Machtstreben und französischer Hegemonie
Der Rheinbund von 1658
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
XI und 448 Seiten
Einband
kartoniert
Erscheinungstermin
21.11.2019
Bestell-Nr
13406
ISBN
978-3-402-13406-1
Preis
62,00

Weitere Informationen

Nach Ende des Dreißigjährigen Krieges war der Frieden lange nicht so stabil, wie die Reichsfürsten sich das gewünscht hätten. Mit einem überkonfessionellen Zusammenschluss versuchten zahlreiche weltliche und geistliche Reichsfürsten, ihre eigenen politischen Rechte und den Frieden im Reich zu sichern. Bedroht wurde die reichsständische Libertät vom Machtstreben des habsburgischen Kaisers von der einen und von der Hegemonialpolitik des französischen Königs von der anderen Seite. Konfessionelle Auseinandersetzungen, Erbstreitigkeiten, Fragen der Reichsstandschaft und andere Verfassungskonflikte bedrohten den Frieden im Reich von innen.
Die Initiatoren des Rheinbunds von 1658 waren trotz nicht immer deckungsgleicher Interessen der Mainzer Kurfürst Johann Philipp von Schönborn und der französische Kardinal Jules Mazarin. Sie erreichten mit diesem Bündnis zahlreiche Reichsfürsten – vom Kurfürsten bis zum Grafen, von Basel bis Brandenburg, vom Erzbischof bis zum calvinistischen Landesherrn. Der Rheinbund war der erste überkonfessionelle Zusammenschluss nach dem Dreißigjährigen Krieg und stand ganz im Geiste des Westfälischen Friedens. Bis zum Ende seines Bestehens konnten zahlreiche Konflikte innerhalb der Allianz am Verhandlungstisch geklärt und militärische Auseinandersetzungen verhindert werden. Nach etwa zehnjährigem Bestehen wurde die Allianz angesichts der französischen Kriegs­bedrohung unter Ludwig XIV. nicht mehr verlängert.

Über den Autor

Joachim Brüser studierte Geschichte, Kunstgeschichte und Politikwissenschaft in Tübingen und Aix-en-Provence. Nach der Promotion in frühneuzeitlicher Geschichte 2008 mit Stipendium der Konrad-Adenauer-Stiftung absolvierte er beim Landesarchiv Baden-Württemberg das Referendariat für den höheren Archivdienst. Nach mehrjähriger Tätigkeit im Landesarchiv war er zwischen 2012 und 2017 Leiter des Stadtarchivs und Kulturamtsleiter der Stadt Kirchheim unter Teck. 2017 habilitierte er sich mit vorliegender Arbeit an der Universität Tübingen. Seit 2017 ist er im Protokoll der Landesregierung im Staatsministerium Baden-Württemberg tätig.
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