Jüdische Familien kämpfen ums Überleben

Wißkirchen, Josef; Wißkirchen, Josef
Jüdische Familien kämpfen ums Überleben
Kaufmann und Vosen aus Rommerskirchen
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
106
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
07.07.2021
Bestell-Nr
24808
ISBN
978-3-402-24808-9
Preis
14,90
Am Beispiel von zwei Familien schildert das Buch detailreich die sich auftürmenden Schwierigkeiten für deutsche Juden, vor der lebensbedrohlicher Verfolgung durch die Nationalsozialisten ins Ausland zu flüchten. Fliehen wollten alle, nicht nur die Jungen, auch die Alten. Sehnsuchtsziel der Freiheit waren die Vereinigten Staaten von Amerika. Aber die Beschaffung einer dafür erforderlichen Bürgschaftserklärung und die Finanzierung der Schiffspassage in Dollar waren hohe Hürden, die nur durch die Großherzigkeit amerikanischer Juden überwunden werden konnten. Verarmte deutsche Juden mussten um Hilfe betteln, nachdem der deutsche Staat sie ausgeplündert und ihnen selbst das Verfügungsrecht über ihre Bankkonten genommen hatte.
Am Beispiel von zwei Familien entfaltet das Buch ein breites Spektrum der nationalsozialistischen Verbrechen an jüdischen Mitbürgern. Grundlage der Darstellung ist der umfangreiche Nachlass von Walter Kaufman und seiner Frau Erna im Archiv im Rhein-Kreis-Neuss. Zahlreiche Briefe aus der Zeit der Verfolgung, Dokumente und Fotos sind darin enthalten. Das ermöglicht nicht nur eine lebensnahe Darstellung der Einzelschicksale, sondern auch eine detailreiche und genaue Schilderung der sich auftürmenden Schwierigkeiten für deutsche Juden, ins Ausland zu flüchten. Aus Deutschland fliehen wollten alle, nicht nur die Jungen, auch die Alten. Sehnsuchtsziel der Freiheit waren die Vereinigten Staaten von Amerika. Aber die Beschaffung einer dafür erforderlichen Bürgschaftserklärung durch einen Verwandten oder Freund in den USA und die Finanzierung der Schiffspassage in Dollar waren hohe Hürden, die nur durch die Großherzigkeit amerikanischer Juden überwunden werden konnten. Verarmte deutsche Juden mussten um Hilfe betteln, nachdem der deutsche Staat sie ausgeplündert und ihnen selbst das Verfügungsrecht über ihre Bankkonten genommen hatte.
Hinzu kam, dass immer weniger Auswanderungsschiffe fuhren. Seit Kriegsbeginn mussten sie in Hamburg ihren Betrieb einstellen, seit der deutschen Besetzung der Niederlande 1940 auch in Rotterdam. Lissabon wurde zum letzten Nadelöhr für die Flucht aus Deutschland, das sich mit dem deutschen Überfall auf die Sowjetunion und dem bald darauf folgenden Verbot jeglicher jüdischer Auswanderung im Oktober 1941 aber auch schloss.
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