Der Mensch ist ein streitbares Wesen. Er ringt mit sich selbst, mit seinem Nächsten, mit der Gesellschaft und – oft am heftigsten – mit Gott. Doch ist dieser „Lebenskampf“ nur mühsame Notwendigkeit oder liegt in ihm der Schlüssel zu unserer Freiheit?
Dieser Band versammelt die Beitra¨ge eines Symposions an der ehemaligen Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Mu¨nster, der jetzigen CTS Hochschule Münster, in Trägerschaft von Orden und Geistlichen Gemeinschaften. Die Autoren beleuchten das Pha¨nomen „Streit“ in all seinen Facetten in drei Schwerpunkten:
Biblisch-Exegetisch: Vom nächtlichen Kampf Jakobs bis zum „Feldzug der Lüste“ im Jakobusbrief.
Systematisch-Spirituell: Über das Ringen im Gebet, die „Zornkraft“ und die Paradoxie der geistlichen Entwaffnung.
Praktisch-Gesellschaftlich: Zur franziskanischen Konfliktkultur, interreligiösen Begegnung zwischen Christentum und Islam sowie der Ethik des öffentlichen Streits in der Demokratie.
Entfaltet wird ein tiefgründiges Plädoyer für eine neue Streitkultur, die nicht zerstört, sondern den Menschen in seiner Ganzheit – hinkend und gesegnet zugleich – ernst nimmt.
Über den Autor
P. Ludger Schulte ist Rektor der Philosophisch-Theologischen Hochschule der Kapuziner in Münster.
Thomas Möllenbeck ist Prof. für Dogmatik und Dogmengeschichte an der PTH Münster.