Die unter dem Begriff Panentheismus bekannte theologische Vorstellung, die gesamte Wirklichkeit, das All, sei in Gott, hat weit verzweigte Wurzeln in der Geistesgeschichte. Der vorliegende Band ist die erste Monographie, die sich mit der Geschichte des Panentheismus in der Antike befasst. Bei manchen Autoren der Antike stellt die panentheistische Grundintuition – Alles ist in Gott – lediglich eine spekulative Randnotiz ihres philosophischen Denkens dar. Bei anderen wiederum ist sie zur bestimmenden theologischen Denkform geworden. Einen Höhepunkt findet die panentheistische Denkform in der Antike bei Origenes von Alexandria (185–253/54 n.Chr.), der wie kein anderer Autor vor ihm eine Lehre vom Sein des Alls in Gott entwickelt hat, weshalb ihm eine ausführlichere Untersuchung gewidmet ist.
Über den Autor
Dr. Felix Arens ist Akademischer Rat a.Z. am Lehrstuhl für Dogmatik und Dogmengeschichte an der Ludwig-Maximilians-Universität München. Zuvor war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Forschungsstelle Origenes der Universität Münster.