Kirchliches Miteinander auf Augenhöhe

Lohaus, Gerd; Lohaus, Gerd
Kirchliches Miteinander auf Augenhöhe
Theologisches Denken als unverzichtbares Reformprinzip
 
Auflage
1. Auflage
Umfang
222 Seiten
Einband
gebunden
Erscheinungstermin
15.06.2021
Bestell-Nr
24776
ISBN
978-3-402-24776-1
Preis
38,00
Die großen Erwartungen an den „Synodalen Weg“ werden in dieser Arbeit theologisch bedacht. Solches Denken gewährleistet deren Ermöglichung, Erfüllung und bleibende Bedeutsamkeit. Es behindert keine Reform (in) der Kirche; es ergänzt und vertieft sie.

Die Ziele des Reformprozesses theologische zu bedenken heißt: Der Blick lediglich auf die Menschen wird auf Gott hin ausgeweitet. Er selbst und seine Heilsgeschichte werden zum verbindlichen Maßstab für ein Gelingen dieses Prozesses in der Kirche und für sie.

Er vollzieht sich seiner Form wie seinem Inhalt nach als ein „Miteinander auf Augenhöhe“, das theologisch gedeutet wird. So kommt es zu überraschenden Ergebnissen.
Durch ein „Miteinander auf Augenhöhe“ erhoffen sich die Teilnehmenden am „Synodalen Weg“ nicht nur ein gutes persönliches Miteinanderauskommen bei kontroversen Auffassungen. Sie gehen auch davon aus, dass die angestrebte Reform inhaltlich einvernehmlich beschlossen und gesamtkirchlich akzeptiert wird. Die Erwartungen sind groß. Sind sie auch erfüllbar? Die Antwort: nicht unbedingt! Schließlich geht es um eine Reform (in) der Kirche. Die Folge: Deren angestrebten Ergebnisse sind vorrangig an theologischem Denken zu orientieren. Nur so sind sie auf Dauer akzeptabel, verbindlich und auch verbindend.

Das theologische Denken z.B. bei der priesterlichen Lebensform, beim Weihevorbehalt für Frauen, bei der kirchlichen Sexualmoral, beim Machtgebrauch, weitet den Blick von bloß menschlichen Anliegen in diesen Bereichen auf Gott hin aus. Nicht nur der Mensch selbst und seine Gegenwart sind so Maß-stab seines Denk- und Erkenntnishorizontes. Diese werden ergänzt durch Gott selbst und seine Heils-geschichte mit den Menschen, deren einmaliger und unüberbietbarer Höhepunkt Christus selber ist. Solches Denken weiß sich auf die Beteiligung Gottes angewiesen. Es ist Gottsuche und so Nachfolge Christi. Damit ist der kirchliche Reformprozess, für den ein „Miteinander auf Augenhöhe“ gefordert wird, von anthropologischer und von theologischer Qualität zugleich. Theologisches Denken behindert diesen Prozess nicht; es ergänzt und vertieft ihn.

Dieses an den einzelnen Reformzielen aufzuzeigen, ist Ziel dieser Arbeit. So kommt es zu überraschenden Erkenntnissen, die zur Versachlichung beitragen können.
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