Augustinus lesen – nicht nur als Theologe, sondern als Liebender der Wahrheit. Die „Confessiones“ gehören zu den bedeutendsten Werken der Weltliteratur – und doch fehlt bis heute eine theologisch überzeugende Deutung, die dem Werk in seiner Einheit gerecht wird. Was ist die Grund- Idee dieser dreizehn Bücher? Welche Rolle spielt die autobiographische Form? Und wie lässt sich Augustinus’ Suche nach Wahrheit und Weisheit in die Systematische Theologie der Gegenwart einordnen? Der Theologe Martin Fuß nähert sich den „Confessiones“ mit einem doppelten Blick: Er liest sie als kunstvoll komponierten Text und als zentralen Bezugspunkt für fast alle Fragen der abendländischen Theologie-Tradition – sowie als spirituelle Anleitung zu einer gelingenden christlichen Lebensführung. Dabei wird deutlich: Augustinus geht es nicht nur um die Lehre, sondern um eine existentielle Verwandlung. Die Studie erweist die „Confessiones“ als theologisches Meisterwerk, das auch heutigen Leserinnen und Lesern Wege zur Weisheit des Herzens eröffnen kann – Wege, die intellektuell fordern, spirituell nähren und den Alltag verwandeln.