Dieser Sammelband widmet sich einem Thema, das in einer Zeit globaler Krisen und einer zunehmenden Fragilisierung individueller sowie kollektiver Lebensentwürfe von großer Aktualität ist. Er verfolgt das Ziel, die menschliche Erfahrung der Zerbrechlichkeit – verstanden als ein fundamentales Ausgesetztsein des Menschen an das Nichts und damit an die eigene Hinfälligkeit – nicht lediglich als ein Defizit, sondern im Gefolge Edith Steins als eine Grundverfassung des (irdischen) Menschseins zu begreifen, die uns Menschen für die Dimension des Transzendenten offener und empfänglicher machen kann.
Im Zentrum dieser Untersuchung steht das Werk der Philosophin, christlichen Ordensfrau und jüdisch christlichen Märtyrerin Edith Stein. Ihr Denken dient als die architektonische Mitte, von der aus dieser Sammel band einen interdisziplinären Dialog mit der medizinischen Anthropologie (insbesondere derjenigen Viktor von Weizsäckers) und der existenziellen Psychologie (Karl Jaspers, Viktor Frankl) initiiert und versucht hat.