Anlässlich des 800-jährigen Jubiläums der Dominikaner in Wien erscheint der Sammelband, der ein neues Licht auf die lange Geschichte des Konvents wirft, seine Funktion als Seelsorge- und Bildungszentrum hervorhebt und in besonderer Weise auch das kunsthistorische Erbe desselben berücksichtigt. Der Band gewährt unter anderem interessante Einblicke in die jüngste Kirchenrestaurierung ebenso wie in die laufenden Inventarisierungen von Bibliothek, Archiv und Kunstsammlung.
Das 1225/1226 gegründete Dominikanerkloster in Wien gehört zu den ältesten im deutschen Sprachraum und ist einer der wenigen Konvente weltweit, der seit der Errichtung des Predigerordens ununterbrochen existiert. Im Vorfeld des Gründungsjubiläums fand im Mai 2024 eine Tagung statt, die sich der Geschichte dieses Konventes und seiner Rolle in der mittelalterlichen und neuzeitlichen Universitäts- und Residenzstadt Wien widmete. In besonderer Weise wurde dabei auch das kunsthistorische Erbe sowie die Handschriften- Archiv- und Buchbestände berücksichtigt. Einblicke in die jüngste Kirchenrestaurierung und Kunstinventarisierung runden den Blick ab. Der Band vereinigt die Ergebnisse dieser Tagung und versteht sich in seiner Konzeption und Ausgestaltung auch als Festschrift, in der wichtige Stationen der 800-jährigen Geschichte des Wiener Dominikanerklosters vorgestellt werden.
Über den Autor
Viliam Štefan Dóci ist Mitglied des Dominikanerordens. Seit 2015 ist er Präsident des Historischen Instituts des Predigerordens in Rom. Er lehrt Kirchen- und Theologiegeschichte an der Päpstlichen Universität des hl. Thomas von Aquin.
Thomas Prügl ist seit 2008 Professor für Kirchengeschichte an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Universität Wien. Zuvor unterrichtete er sieben Jahre an der University of Notre Dame (USA).
Armand Tif war langjähriger Mitarbeiter am Pächt-Archiv/Forschungsstelle für mittelalterliche Buch- und Bildkultur am Institut für Kunstgeschichte der Universität Wien. Über Jahre hinweg betreute er die historischen Sammlungen des Wiener Dominikanerkonvents. Er verstarb im Juni 2025.