Adamantiana

Die Reihe "Adamantiana, Texte und Studien zu Origenes und seinem Erbe", die von der "Forschungsstelle Origenes" der Katholisch-Theologischen Fakultät Münster herausgegeben wird, ist die erste, die ausschließlich dem Denken des großen alexandrinischen Theologen und seinem wechselvollen Nachleben gewidmet ist. Neben Monographien, die Origenes selbst und die von ihm begründetete Tradition behandeln, und Sammelbänden, in denen die Beiträge der von der Forschungsstelle organisierten Kolloquien und Symposien zusammengestellt werden, sollen auch Sammlungen von Texten aus verschiedenen Epochen die Theologie des Origenes, ihren geistesgeschichtlichen Kontext und insbesondere ihre Rezeption bis zur Gegenwart erschließen.

Herausgegeben von / Edited by Alfons Fürst

Wissenschaftlicher Beirat / Advisory Board
Sarah Hutton (York), Anders-Christian Jacobsen (Aarhus), Peter W. Martens (Saint Louis), Olivier Munnich (Paris), Marco Rizzi (Mailand), Martin Wallraff (Basel)
Die Reihe wird herausgegeben in Verbindung mit dem Institut für Ökumenische Studien und dem Ostkirchlichen Institut Regensburg von: Barabara Hallensleben, Guido Vergauwen, Klaus Wyrwoll.

Epiphania Egregia begleitet die Reihe Epiphania durch die Publikation kürzerer Texte, überwiegend mit literarischem Charakter, die Lebenserfahrungen reflektieren - kleine Kostbarkeiten, die zum Mit- und Weiterdenken anregen.
Heimkindern wurden in den Nachkriegsjahrzehnten Medikamente nicht allein aus therapeutischen Gründen verabreicht. In vielen Einrichtungen wurden neue Arzneimittel an Heimkindern getestet, zum Teil unter Inkaufnahme erheblicher Nebenwirkungen. Zudem setzten Ärzte und Erzieher Medikamente als Disziplinierungsmittel ein.
Der Historiker Uwe Kaminsky und die Ethikerin Katharina Klöcker beleuchten am Beispiel des Franz Sales Hauses in Essen die lange Zeit verschwiegenen Formen des Medikamentenmissbrauchs in der Heimerziehung der 1950er und 1960er-Jahre. Aktenrecherchen und Zeitzeugeninterviews vermitteln ein umfassendes Bild verschiedener Formen des Medikamenteneinsatzes.
Auf der Grundlage der historischen Rekonstruktion wird in diesem Buch erstmals eine ausführliche ethische Bewertung der Medikamentengaben im Heimkontext unter Berücksichtigung des zeitgeschichtlichen Kontextes vorgenommen. Dabei erweist sich die gleichzeitige Berücksichtigung von sozial-, institutionen- und individualethischen Dimensionen als zielführend. Das Autorenteam will mit der vorliegenden Studie einen Beitrag zur Anerkennung des Leids der ehemaligen Heimbewohner leisten und zugleich das Bewusstsein für mögliche Formen des Medikamentenmissbrauchs auch in der Gegenwart schärfen.
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